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Alois Broch

Herzlich Willkommen auf der Seite der Alois Broch Gesellschaft.

 

Fühlen Sie sich eingeladen beim Rundgang durch unsere Dauerausstellung!

 

Diese Galerie verfolgt keine kommerziellen Zwecke und ist ausschließlich für den privaten Gebrauch, zur Freude Ihrer Betrachter erstellt worden. Sie befindet sich im permanenten Ausbau. Unser Dank gilt den Unterstützern für zur Verfügung gestellte Fotos und Informationen.

Weitere Hinweise zum Leben und Wirken des Künstlers und Fotobelege insbesondere von Bildern sind stets herzlich willkommen.

Bei Anfragen zu einzelnen Bildern oder Kaufinteresse stellen wir gerne einen Kontakt her..

 

 

 

ALOIS BROCH

 

Alois Broch (geb. 27. 11. 1864 in Wien, gest. 21. 10. 1937 in Berlin Zehlendorf) wuchs als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Budapest, Ungarn auf.

Unsicher ist seine ursprüngliche Religionszugehörigkeit: Im Matrikel der Akademie der Bildenden Künste München, der er am 14. 04. 1883 beitrat, wird er noch als „israelitisch“ geführt.

Seine Mutter, Janka (Johanna) Tauski, geb. in Holíc, Slovakei, Tochter des Israel Tauski kann wohl als jüdischstämmig angenommen werden. Auch die Linie des Vaters Carl Broch geb. in Prostejov, Tschechei (daher auch der Tschechische Reisepass Alois Brochs) zeigt typisch jüdische Vornamen (Vater Gabriel, Großvater Aaron) in der Ahnentafel (s. www.Geni.com). In späteren offiziellen Dokumenten wird Alois Broch dagegen als „römisch katholisch“ geführt (z.B. im Trauschein von 1892, s. Menü "Dokumente").

Seine akademische Kunstausbildung genoss Broch ab 1883 an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Zusammen mit seiner ersten Frau Gisela zog er zunächst nach Köln, wo 1896 die gemeinsame Tochter Elise zu Welt kam und später wieder zurück nach München. 1903 trat er dem Münchener Kunstverein bei. Nur wenige Jahre später folgte ein Umzug nach Berlin, der Stadt, die bis zu seinem Tod 1937 seine Heimat und vorrangige Wirkungsstätte bleiben sollte. Besonders sein Ruf als Portraitmaler, führte ihn auf diverse Reisen innerhalb Deutschlands und ins Ausland, unter anderem nach Prag, England und Moskau. Auftraggeber waren hohe Militärs, Adel und reiche Geschäftsleute.

 

Broch war zweimal verheiratet. Die einzige Tochter Elise malte ebenfalls, war hauptberuflich aber als Innenarchitektin und später als Geschäftsführerin eines Berliner Kinos tätig. Gisela Broch (geb. Babic) verstarb am 17. 12. 1911 im Alter von 39 Jahren. Über Brochs zweite Ehefrau ist nur wenig bekannt.

 

Eine „Künstlerfreundschaft“ hegte Alois Broch zu William Pape, dem Historienmaler, der vor allem mit großformatigen Gemälden und Portraits von Wilhelm II bekannt wurde.

 

Als Auftragsmaler malte Broch außerdem zahlreiche Bilder als Vorlage für Postkarten und Farbdrucke. Auch gemalte Buchillustrationen sind bekannt.

Betrachtet man die vielfältigen Auftragsarbeiten Brochs, vom Portrait bis hin zur Postkartenvorlage, so ist dieser in Stil und Inhalt sicherlich als typischer Vertreter der akademischen Maler des späten 19ten Jahrhunderts zu bezeichnen. Als Vorbilder für seine Portraitarbeiten sind die alten englischen Maler, wie Thomas Gainsborough oder Sir Joshua Reynolds erkennbar. Sein eigener Stil lehnt sich and den zeitgenössischen Realismus. Erst seine späteren Arbeiten, nun teilweise auch als Aquarell ausgeführt, weisen moderne Stilelemente auf. So scheint die Strandbilder mit leichter Hand und luftiger Farbgebung ausgeführt ein leichter, warmer Sommerwind zu umwehen.

 

Bekannt ist, dass Alois Broch auch Möbel entworfen hat. Ob diejenigen aus seinem Besitz, die auch auf seinen Bildern auftauchen (wie zum Beispiel der Scherenstuhl) dazugehören ist aber unsicher. Aus dem fotografisch dokumentierten Berliner Haushalt Brochs sind noch diverse Möbel erhalten.

 

Brochs hervorragende Auftragslage befähigte ihn, sich neben dem Arbeitsplatz in der Berliner Wohnung in der Kaiserallee 32, ein externes Atelier in der Prinz-Regenten Straße zu leisten. Von dort sind diverse Fotos fertiggestellter Werke erhalten, deren Verbleib oft leider ungeklärt ist. Für einen großen Auftraggeber, den Kunstverlag Herrmann und Kupfer, beschäftigte Broch sogar Mitarbeiter, um den enormen Umfang an Arbeiten fristgerecht erledigen zu können..

Sein Arbeitseifer ließ ihn aber auch immer wieder in seinem Wohnatelier arbeiten. Es ist überliefert, dass er bei konzentrierter stunden- oder gar tagelanger Arbeit an einem Bild oft nur kurze Schlafpausen einzulegen pflegte.

 

 

 

 

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